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Schottland Roadtrip mit Kind ( Teil 1 - Edinburgh )

Mein Post zum Thema "Heiraten in Schottland" hat mir so viel Spaß gemacht zu schreiben, dass ich mich entschieden habe auch einen Post über unseren Roadtrip durch Schottland mit Kind zu schreiben.

Wir haben bei weitem nicht alles gesehen und erlebt, aber über das was wir erlebt haben, erzähle ich gerne unsere Erfahrungen und gebe ein paar ( hoffentlich ) hilfreiche Tips.

Es führen ja bekanntlich viele Wege nach Rom und so auch nach Schottland. Wir haben uns gegen die Anreise mit dem Flugzeug und für die längere Variante mit der Fähre von Amsterdam nach Newcastle entscheiden aus mehreren Gründen:

    • man hat sein eigenes Auto dabei und kann viiiel mehr Gepäck mitnehmen. Wenn Kinder mit dabei sind muss man also nicht auf das extra Paar Schuhe und das dritte Kuscheltier verzichten. Ausserdem spart man sich die Kosten für den Mietwagen und eventuellen Ärger mit der Mietwagenfirma ( andere Geschichte )
    • die Anreise an sich wird schon zum Abenteuer, denn auf der Fähre gibt es ein kleines Kino, einen Kinderspielplatz samt Kinder-belustigungs-Menschen in lustigem Kostüm, viele Restaurants oder auch einfach die Möglichkeit in einem Bett zu schlafen. Ein netter Stuart verteilt auf Nachfrage auch Bettgitter.

Wenn man wie wir nur mit einem Kind unterwegs ist und Wert auf eine Außenkabine und Frühstück legt, sollte man mal durchrechnen, ob sich nicht eine Premium Kabine anstatt eine 4er Kabine lohnt. Diese Kabinen haben ein Doppelbett und ein Schlafsofa, scheinen geräumiger und sind schon inklusive Frühstücksbuffet, TV und wohl einigen angenehmen Extras ( zB. ein TISCH, das Kind kann malen, essen usw). Leider waren diese Kabinen bei uns schon alle ausgebucht. Allgemein sollte man alles für den Urlaub so früh wie möglich buchen.

Für die Fähre sollte man sich auf jeden Fall genug zu Essen für den Abend mitnehmen, wenn man nicht verarmen will ;)

Wenn die Fähre am nächsten Morgen in Newcastle anlegt, hat man dort in großen Outlet Centern noch die Chance eine Jacke zu kaufen, wenn man die des Mannes zu Hause vergessen haben sollte ;) Ausserdem kann man in den großen Supermärkten Proviant einkaufen. Bis zur schottischen Grenzen sind es ca. 2,5 Std. Fahrtzeit.

Wir sind bei traumhaftesten Wetter auf der Insel gelandet und nach dem der Mann eine neue Jacke hatte auch direkt nach Edinburgh durchgefahren. Da das Wetter sooo gut war und für das Kind richtiger Urlaub eigentlich immer mit Strand und Meer zu tun haben muss, sind wir auf direktem Wege zum Portobello Beach in Edinburgh gefahren und haben uns mit einem Eis in den Sand gesetzt. An der Strandpromenade gibt es etliche Cafes in denen man leckere Sandwiches mit Blick auf das Meer essen kann. Leider konnten wir nicht so lange bleiben, denn unsere Vermieterin erwartete uns zur Schlüsselübergabe. Über Homeaway hatten wir ein Apartment im Stadtteil Gorgie gemietet. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee darauf zu achten, dass die Wohnung Parkmöglichkeiten in der Nähe besitzt, oder besser noch einen bewachten Parkplatz. Vor unserem Apartment gab es sogar noch einen Spielplatz, um Bonuspunkte beim Nachwuchs zu sammeln.

Von Gorgie kommt man sehr schnell und bequem mit dem Bus in die Innenstadt. Beim Bus fahren muss man in Schottland immer mit dem passenden Kleingeld bezahlen, denn die  Busfahrer geben kein Wechselgeld raus. Man kann sich über das Smartphone auch Etickets besorgen. Übrigens haben alle Busse kostenloses Wlan.

In Edinburgh lohnt sich ganz, ganz unbedingt das National Museum ! Es ist nicht nur kostenlos und regensicher, sondern auch wirklich ganz toll! Wir haben leider nicht auf die Öffnungszeiten geachtet und hatten leider viel zu wenig Zeit dort. 

Natürlich waren wir auch in der Hauptattraktion, dem Castle. Es ist zwar sehr beeindruckend, allerdings in der Hauptsaison auch beeindruckend voll. Nichts für Kinder mit wenig Geduld. Hätten wir den Explorer Pass nicht gehabt, wären wir vermutlich daran vorbei gegangen, denn der Eintritt ist ( wie fast alles in Schottland ) nicht gerade ein Schnäppchen. 

Angeblich soll das Craigmillar Castle dort eine bessere Wahl sein. Wir hatten dafür leider keine Zeit mehr.

Für größere Harry Potter Fans lohnt sich bestimmt ein Besuch in dem Pub in dem J.K. Rohling ihr erstes Potter Werk schrieb. Auf den Grabsteinen des Friedhofs Greyfriars findet man übrigens den ein oder anderen Namen der Romanfiguren, zB. liegt dort ein Tom Riddle begraben.

Wir haben uns noch die Camera Obscura angeschaut und fanden sie super ( leider auch teuer ) !

Edinburgh ist übrigens voll mit sogenannten "Closes". Überall sind verwinkelte Gänge und Gassen und weil die Stadt irgendwann voll war, fing man an Häuser auf andere Häuser zu bauen. Das berühmte Mary King´s Close wurde während einer Pestepedemie einfach zugemauert. Heutzutage kann man dort Gruseltouren buchen. Da wir nicht vor hatten den Rest des Urlaubs mit einem von Albträumen geplagtem Kind zu verbringen, entschieden wir uns für die harmlose Version und buchten die Underground Tour mit Mercat Tours. Kann man machen, muss man aber nicht. ( Muss man auf keinen Fall mit einem Hauch von Platzangst )

Da wir ansonsten gar nicht so die Großstadtmenschen sind und sehr schnell platte Füße haben, sind wir nach drei Tagen weiter gereist.

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