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Schottland Roadtrip mit Kind ( Teil 2 - Loch Lomond und Glen Coe )

Nach drei Tagen Aufenthalt in Edinburgh setzten wir unsere Reise in Richtung Loch Lomond fort. Zum Glück ist das Kind ein "guter Autofahrer".

Er freut sich sogar richtig darauf in Ruhe Hörspiele zu hören und dabei aus dem Fenster zu schauen. So funktionieren Etappen von zwei bis maximal drei Stunden sehr gut. Für den Notfall haben wir aber auch ein Ipad mit seiner Lieblingssendung so wie Malblock,Stifte, usw. dabei.

Zwei bis drei Stunden bedeuten übrigens in Schottland auch gern mal nur 100 km. Auf den einspurigen Singeltrack Roads kommt man nur sehr langsam vorwärts und ausserdem möchte man gefühlt alle 10 Minuten anhalten, um die Landschaft zu bewundern oder Fotos zu machen. Am Loch Lomond haben wir uns ein Hostel ausgesucht. Das ist zum einen ein wenig günstiger und man hat mehr Platz als in einem normalen B&B. Unser Hostel hatte einen großen Aufenhaltsraum mit Spielen, TV und einer Gitarre und eine herrliche Aussicht auf den See. 

Es gab auch einen extra Anlegesteg von dem aus man Bootstouren machen kann. Ausserdem hat man die Möglichkeit selbst zu kochen, oder dort auch Essen zu kaufen. Wir hatten wieder mal richtig Glück mit dem Wetter und konnten sogar im See baden! 

Vom Hostel aus gibt es ein paar wirklich schöne Wanderwege, die auch der Kleine schon schafft. Allerdings waren wir hinterher mit Zecken regelrecht paniert. Dieses ekelhaften Viecher sind  viel kleiner als bei uns und deswegen sehr schwer zu sehen. Wir haben uns leider erst später das Mittel Smidge zugelegt und fanden es im Verlauf unserer Reise noch sehr sinnvoll!

Da wir einen sehr engen Zeitplan hatten, blieb uns leider nur ein Tag am See und wir fuhren weiter ins Glen Coe. Dort wollten wir etwas länger bleiben und haben beim Independent Hostel einen Caravan gemietet. Dieser war tatsächlich super geräumig und hatte eine sehr schöne Aussicht.

Dort haben wir dann leider auch die Bekanntschaft der fiesen, schottischen Beißmücken gemacht. Mit Smidge und Kopfnetzten bewaffnet konnte man sich dann doch im Freien aufhalten ( wenn man nicht stehen blieb ). Das Tal bietet sich sehr schön zum Wandern an und selbst das Kind hatte Ehrgeiz einen Gipfel zu erklimmen. Ganz ohne Hilfe hat es dann doch nicht geklappt.

Von unserem Standpunkt aus gibt es einige schöne Tagesausflüge. Wir waren in Oban ( das Bad Oeynhausen von Schottland, wie mein Schwager so schön sagt ). Von dort aus fahren die Fähren nach zB. Mull und zu einigen Tagestrips, wie der Three Isle Tour.  Mit einem größeren Kind hätten wir die Tour gemacht, die Dauer von 10 Stunden hat uns aber abgeschreckt.

Glen Coe diente übrigens als Kulisse für einige Filme. Hier wurde eine Szene für den James Bond Film "Skyfall" und eine Szene für Harry Potter gedreht. Wir haben nach ein paar Tagen die berühmte Road to the Isles genommen und sind Richtung Isle auf Skye aufgebrochen. Auf dem Weg liegt noch das Glenfinnan Viadukt auf dem der so genannte "Harry Potter Zug" fährt. Dieser fährt quasi die gleiche Strecke bis Mallaig mit einem kleinen Aufenthalt dort. Uns waren die umgerechnet 100€ für die Hin und Rückfahrt für uns drei aber zu viel und wir sind lieber weiter gefahren. Anstatt über die Skye Bridge sind wir mit der Fähre nach Skye von Mallaig aus übergesetzt. Als die Skye Bridge 1995 eröffnet wurde, kostete die Überfahrt noch eine Gebühr. Nur Viehtransporte waren kostenlos, weswegen die Insulaner für ihre Sauf, äh, Partyabstecher nach Inverness einfach ein Schaf im Kofferraum mitnahmen. Und eins gibt es auf Skye reichlich: Schafe!

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    Shooting Miguel Pablo

    Aus der Rubrik "Was es sonst noch gibt": für 3DSupply habe ich Fotos von dem neuen Merch von Youtuber Miguel Pablo an ihm selber gemacht ;)

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